Fachärzte für Allgemeinmedizin

Dr. med. Wolfgang Wenning
Dr. med. Gesa Lissau-Krakor
Annette Rethmeyer-Richter

(angest. Ärztin)

Lindenallee 2
27572 Bremerhaven

 

Tel. 0471-7 31 19
Fax 0471-7 44 40

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„Blasenschwäche“?

Das muß kein Tabuthema sein!


Liebe Patientin, Lieber Patient,

viele Menschen leiden unter dem Problem „Blasenschwäche“ und haben noch immer Angst davor, dieses Thema mit uns Ärzten zu besprechen.

Für den Begriff „Blasenschwäche“ gibt es übrigens auch vielerlei andere Namen wie z.B. Reizblase, instabile Blase, Blasenschwäche etc.

Alle diese Bezeichnungen werden jetzt unter dem Begriff „überaktive Blase“ zusammengefasst. Es gibt mittlerweile sehr gute Behandlungsmöglichkeiten, die auch Ihnen bei Bedarf ein unbeschwertes und aktives Leben ermöglichen.

Bei einem „Ja“ zu den Fragen 2-7 sollten Sie uns ruhig auf Ihre Blasenprobleme ansprechen.

Bitte bringen Sie diesen Fragebogen zu Ihrem nächsten Termin mit in die Praxis.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe und Ihr Vertrauen!

   
Frage 1
Gehen Sie tags und nachts insgesamt mehr als 8 x auf die Toilette, um Wasser zu lassen?

Ja ___              Nein ___

Frage 2
Müssen Sie in der Nacht aufstehen, um Wasser zu lassen?

Ja ___              Nein ___

Frage 3
Müssen Sie die Toilette sofort aufsuchen, wenn Sie den Drang zum Wasserlassen verspüren?   

Ja ___              Nein ___

Frage 4

Haben Sie in den vergangenen 3 Monaten unfreiwillig Urin verloren?

Ja ___              Nein ___

Frage 5
Passierte es hauptsächlich beim Husten, Niesen oder Treppensteigen?

Ja ___              Nein ___

Frage 6
Passierte es, weil Sie dringend auf die Toilette mussten, aber keine in der Nähe war?

Ja ___              Nein ___

Frage 7
Tragen Sie zum Schutz Vorlagen?

Ja ___              Nein ___

Frage 8
Wieviel Liter Flüssigkeit trinken Sie ca. am Tag?

 
Was ist eigentlich eine „überaktive Blase“?

Die Aufgabe der Blase ist es, den von den Nieren produzierten Harn aufzunehmen und, wenn Sie gefüllt ist, auszuscheiden. Sie ist sehr dehnbar und kann bei einem Erwachsenen bis zu einem halben Liter Flüssigkeit aufnehmen. Ist diese Menge erreicht, wird durch das Entspannen des Schließmuskels und das Zusammenziehen der Blasenmuskulatur der Harn entleert.

Bei einer überaktiven Blase zieht sich die Muskulatur stark zusammen, obwohl die Blase noch nicht voll ist; sie ist also gewissermaßen „überaktiv“. Dieses Leiden tritt mit zunehmendem Alter häufiger auf. Es ist chronisch und bessert sich normalerweise ohne Behandlung nicht.

Die genauen Zusammenhänge, die zu einer überaktiven Blase führen, sind bisher allerdings nicht bekannt. Mit Medikamenten kann man die Überaktivität der Blase reduzieren.

                              „Es ist mir aber alles so peinlich“

Tragen Sie denn lieber ständig Vorlagen weil Sie sich schon daran gewöhnt haben?

Trauen Sie sich nicht mehr in die Fußgängerzone, weil Sie nicht wissen wo Sie im Notfall schnell die nächste Toilette finden?

Besuchen Sie kaum noch Bekannte, weil Sie nicht wissen, ob man evtl. schon etwas riecht?

Bus- oder Autobahnfahrten machen Sie schon lange nicht mehr?

Die Ursache dafür, dass so viele betroffene Menschen eine überaktive Blase lieber still erleiden und das Problem so lang es geht unter den Teppich kehren, liegt auf der Hand.

Sicher reden auch Sie nicht gerne über derartige Themen. Und mit wem könnten Sie auch darüber reden? Genau aber diese falsche Scham ist es, die Ihnen die wirklich guten Möglichkeiten zur schnellen Heilung einer Reizblase mitsamt Ihren Beschwerden zunichte macht.

Und das ist doch ziemlich ärgerlich oder?

Wenn Sie wieder mehr an Lebensqualität gewinnen möchten, dann wenden Sie sich gerne an uns.

Kompetente und verständnisvolle Ansprechpartner finden Sie hier bei uns in der Praxis. Der Begriff überaktive Blase muß Ihnen nicht peinlich sein. Er gehört hier bei uns zum Praxisalltag.

                                        Was kann man selbst tun?

An erster Stelle steht die Beobachtung der Symptome, d. h. man sollte damit anfangen, die Zahl der Toilettengänge und die Trinkmenge z. B. in einem so genannten Miktionstagebuch zu notieren. Anhand solcher Aufzeichnungen können wir die Schwere des Leidens beurteilen.

Auch das persönliche Verhalten sollte man überprüfen. Wenn man z. B. vor dem Schlafen gehen noch viel trinkt, muss man nachts natürlich öfter aufstehen. Die allgemein empfohlene Trinkmenge über den ganzen Tag verteilt beträgt etwa anderthalb Liter.

Es ist auch möglich, die Blase zu trainieren. Dabei versucht man einfach, die Zeit zwischen den Toilettengängen zu verlängern, indem man dem Druck der Blase widersteht.

Wichtig für Menschen mit einer überaktiven Blase ist es, selbst aktiv zu werden:

Zuerst mit dem Arzt zu sprechen und auch bei der Therapie mitzuarbeiten.

Ihr Praxisteam

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© Dr. med. Wolfgang Wenning, 27572 Bremerhaven